Netzwerk Baden-Württemberg

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Karin Woyta

Staufen Arbeits- und Beschäftigungsförderung gGmbH
Waldeckhof

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Bisherige Veranstaltungen

Soziale Landwirtschaft in Baden-Württemberg Workshop am 16. Oktober 2020

Der Anteil landwirtschaftlicher Haushalte, die neben der Landwirtschaft eine weitere selbstständige Unternehmenstätigkeit betreiben, wächst. Zugleich erweitert sich das Spektrum dieser selbstständigen Tätigkeiten.

Seit einiger Zeit rückt das Tätigkeitsfeld der Sozialen Landwirtschaft stärker in den Vordergrund. Dabei geht es um die Übernahme sozialer Dienstleistungen für spezifische Nutzergruppen in Kombination mit einer landwirtschaftlichen Erwerbstätigkeit. Erfolgreich sind solche Vorhaben dann, wenn es gelingt, die Vorteile des Angebots solcher Dienstleistungen „auf einem Hof“ (aus Sicht der Nutzer) mit der Möglichkeit zu verbinden, daraus eine zusätzliche Wertschöpfung für die Bewirtschafterfamilie zu generieren. Europaweit belegen praktische Beispiele, dass diese Kombination eine wertvolle Ergänzung des Angebots institutioneller Betreuungseinrichtungen darstellen kann.

Der Einstieg in eine erfolgreiche „Soziale Landwirtschaft“ und deren nachhaltiger Betrieb sind allerdings anspruchsvoll. Das betrifft die Anforderungen an die fachliche Qualifikation der Betreuer/innen, spezifische Beratungskonzepte, die Abstimmung des sozialen Leistungsangebots mit den landwirtschaftlichen Betriebsabläufen, Kenntnisse in Fragen des Sozialrechts und der Abrechnung mit Leistungsträgern, usw.

Um die Vielfalt bereits bestehender Angebote von sozialer Landwirtschaft besser einschätzen und Chancen in diesem Tätigkeitsfeld abschätzen zu können, hat das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz zur zielgerichteten Vorbereitung der Ausgestaltung von künftigen Förderprogrammen im Hinblick auf die spezifische Ziele der kommenden Förderperiode des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER), insbesondere zur Förderung der Inklusion und zur Unterstützung von Unternehmensentwicklungen im ländlichen Raum, eine Studie „Soziale Landwirtschaft in Baden-Württemberg“ in Auftrag gegeben.

Ziel ist es, Entwicklungsverläufe solcher Vorhaben zu analysieren, Erfolgsfaktoren zu identifizieren, aber auch Unterstützungsbedarf zu adressieren, der z. B. in künftigen Weiterbildungs- und Beratungsangeboten, aber auch in der Förderpolitik zum Ausdruck kommen könnte.

Die Studie wird vom Institut für Ländliche Strukturforschung (IfLS) und der Forschungsgruppe Agrar- und Regionalentwicklung Triesdorf gbR (ART) unter Leitung von Prof. Dr. Otmar Seibert und Prof. Dr. Manfred Geißendörfer durchgeführt.

In einer Auftaktveranstaltung am Freitag, 16.Oktober 2020 an der Staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau Weinsberg (Beginn 9.30 Uhr, Ende ca. 15.30 Uhr) wollen wir mit Ihnen in einem Workshop erste Erfahrungen mit Sozialer Landwirtschaft aus unterschiedlichen Blickwinkeln - Landwirtschaft, Beratung, Verwaltung, Verbände, Sozialträger, usw. – beleuchten und konkrete Handlungsaufträge ableiten, die in der Studie aufgegriffen werden sollen.

 

Qualifizierung Bauernhofpädagogik 2017 in Baden-Württemberg

Wann?    Modul 1: 29. bis 31. März 2017
                    Modul 2: 27. bis 30. September 2017
                    Modul 3: 09. bis 11. November 2017

Wo?        Baden-Württemberg

Einladungsschreiben im 28. Rundbrief, S.15.

Bioland-Tagesseminar Bauernhofpädagogik - Was möchte ich meinen Besuchern eigentlich "mitgeben"?

Wann?    07. September 2017, 10.00 -17.00 Uhr

Wo?        Bioland-Hof Göhring, Riedbachstr. 3, 88512 Mengen-Rulfingen

Jeder Hof ist etwas Besonderes und die Menschen auf den Höfen sind so individuell wie die Gruppen, die den Hof besuchen. Wer seinen Hof öffnet, macht es aus eigener Motivation. Was ist mein Antrieb? Warum öffne ich meinen Hof? Welche Ziele verfolge ich, wenn Gruppen den Hof besuchen? Was möchte ich den Besuchern sagen? Diesen Fragen wollen wir nachgehen.
Wir lernen an diesem Seminartag das besondere pädagogische Konzept vom Bioland-Hof der Familie Göhring kennen. Der ökologische Landbau ist die Lebensphilosophie der Familie Göhring, wie dieser begreifbar wird, erfahren wir von Andrea Göhring. Sie erläutert zudem, was hinter ihrer tiergestützten Pädagogik/Therapie steckt, und was sie den Besuchern „mitgeben“ möchte. Denn ihre Tiere sind ihre wertvollen „Mitarbeiter“, sie ermöglicht Kindern Tierbegegnungen, um deren sozialen und emotionalen Kompetenzen zu fördern. Wie die unterschiedlichen Eigenschaften der Tiere in der pädagogischen Arbeit „genutzt“ werden können, betrachten wir genauer.

Referentinnen: Anja Kirchner, Referentin für Bauernhofpädagogik & Andrea Göhring, Bioland-Bäuerin, Bauernhofpädagogin, Fachkraft Tiergestützte Pädagogik

Veranstalter: Bioland Landesverband Baden-Württemberg e.V.
Teilnahmegebühr: 75,- €, zzgl. Verpflegung vor Ort, bitte bar vor Ort bezahlen
Anmeldung erforderlich! Das entsprechende Formular kann bei A. Kirchner angefordert werden.

Anja Kirchner
Organisatorin/Referentin für bauernhofpädagogische Aus- und Weiterbildung
Ansprechpartnerin Qualifizierung Bauernhofpädagogik Baden-Württemberg
Von-Botic-Str. 7
89584 Ehingen
mobil: 0176/23301159
E-Mail: anja-kirchnergmx.de

Tagung: Perspektiven Sozialer Landwirtschaft in Baden Württemberg

Wann?    16. März 2017 (9:30-16:45 Uhr)

Wo?        Dorfgemeinschaftshaus Tennental

 

von Thomas van Elsen

Turnusgemäß fand im März ein Treffen des PROFARM-Team statt, diesmal in der Dorfgemeinschaft Tennental bei Stuttgart. Die Projektpartner insbesondere aus Italien waren interessiert, eine als Lebens- und Arbeitsgemeinschaft organisierte Soziale Landwirtschaft kennenzulernen.

Außer dem Projektteam war diesmal eine Reihe weiterer ExpertInnen aus weiteren Ländern eingeladen, um die bisherige Arbeit im Projekt zu diskutieren.

Das Projekttreffen bot den Anlass für eine Neubelebung der Netzwerkaktivitäten in Baden-Württemberg. Die von rund 70 Menschen besuchte Tagung in Tennental ließ die Vielfalt Sozialer Landwirtschaft im südwestlichsten Bundesland sichtbar werden.

Edelgard Fieß-Heizmann vom Ministerium für ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg sowie Renate Abele von der Landesanstalt für Entwicklung der Landwirtschaft und der ländlichen Räume (LEL), Schwäbisch Gmünd stellten unter der Überschrift „Soziale Landwirtschaft als Chance zur Diversifizierung für landwirtschaftliche Familienbetriebe?“ Soziale Landwirtschaft als Perspektive für Erzeugerbetriebe dar.

Holger Wilms von der Dorfgemeinschaft Tennental und Gerhard Herz (als Vertreter des Bundesverbandes anthroposophisches Sozialwesen e.V.) gaben Einblicke in aktuelle Entwicklungen und Herausforderung, und Thomas van Elsen referierte zu „Sozialer Landwirtschaft als Perspektive sozialer und ökologischer Inklusion in Europa“. Die Gäste aus Italien, vertreten durch den Initiator des PROFARM-Projekts Altheo Valentini, gaben Einblicke in Herausforderungen Sozialer Landwirtschaft in Italien und Anton Kiewiet berichtete über aktuelle Entwicklungen in den Niederlanden.

Im Mittelpunkt standen jedoch Berichte von äußerst spannenden und innovativen Betrieben – hier hat Baden-Württemberg Einiges zu bieten an besonders interessanten Höfen. Den Auftakt machte Karin Woyta von der Staufen Arbeits- u. Beschäftigungsförderung GmbH, die bei Göppingen mit Langzeitarbeitslosen den Waldeckhof betreibt. Nach der Mittagspause und der Hofführung durch Alexander Thierfelder aus Tennental folgte Markus Hurter vom Hof Dinkelberg (Schopfheim) der über das Spektrum der Inklusion auf dem Hof berichtete. Georg Schulze-Schilddorf fesselte die Zuhörer mit seinen Erfahrungen seiner Gefängnis-Landwirtschaft der JVA Rottenburg und erzählte von der „Arbeitstherapie hinter Gittern und im offenen Vollzug“. Als weiteren bemerkenswerten Betrieb stellte Reiner Schumacher die Erlacher Höhe (Großerlach) vor: Dort betreibt der Hof „Helle Platte“ Landwirtschaft mit wohnungslosen Menschen. Den Abschluss bildete ein Plenum, in dem es um Strategien zur Entwicklung Sozialer Landwirtschaft und nächste Schritte des wiederbelebten Regionalnetzwerks ging.

Die Tagung wurde veranstaltet vom Netzwerk Soziale Landwirtschaft Baden-Württemberg in Zusammenarbeit mit der Deutschen Arbeitsgemeinschaft Soziale Landwirtschaft DASoL und dem EU-Projekt PROFARM (PROfessional and personal empowerment in social FAR-Ming), das von Partnern in Italien, den Niederlanden und Deutschland gemeinsam getragen wird.

„Soziale Landwirtschaft, soziales Engagement – Chancen für ein Zusatzeinkommen im ländlichen Raum“

Wann?     2016

Wo?         Hohebuch

Veranstaltungsbericht im 23. Rundbrief, S. 11f.

„Soziale Landwirtschaft - eine Chance zur Diversifizierung für landwirtschaftliche Familienbetriebe?!“

Wann?      8. Juli 2015

Wo?          Schwäbisch-Gmünd

Veranstaltungsbericht im 21. Rundbrief, S. 13ff.

2. Netzwerktreffen

Wann?     16. Oktober 2013

Wo?          Erlacher Höhe, Großerlach

Die Einladung zum Treffen ist hier zu finden.

1. Auftakttreffen: Startschuss für regionales Netzwerk „Soziale Landwirtschaft“ in Baden-Württemberg

Wann?      17. April 2013

Wo?          Evangelische Akademie Bad Boll

Für ein regionales Netzwerk Soziale Landwirtschaft Baden-Württemberg

Veranstalter: Bioland LV BW in Zusammenarbeit mit Deutsche Arbeitsgemeinschaft Soziale Landwirtschaft (DASoL) und Projekt Agrigent Waldeckhof 

Der Einladung zum Informations- und Netzwerktag Soziale Landwirtschaft in die Evangelische Akademie Bad Boll folgten am 17.04.2013 rund 30 Akteure und Interessenten aus Baden-Württemberg. 

Im Vordergrund des Treffens, das von Bioland LV Baden-Württemberg, DASoL/PETRARCA e.V., der ARBEG gGmbH und dem Projekt Agrigent Waldeckhof organisiert wurde, stand der Erfahrungsaustausch und Kennenlernen. Der Vormittag wurde von Anja Kirchner mit einem Vortrag zum Thema „Bildung als gesellschaftliche Leistung“ eröffnet und machte deutlich, wie wichtig Bildung als Vorsorgemaßnahmen zu betrachten ist. Danach stellte Thomas van Elsen die Vielfalt der Sozialen Landwirtschaft in Deutschland vor – er machte deutlich, wie weit das Feld der Akteure ist – von Kindern und Jugendlichen, behinderten oder psychisch kranken Menschen, Arbeitslosen, Obdachlosen bis hin zu Demenzkranken. Anschließend erhielten die TeilnehmerInnen anhand von drei Betriebsvorstellungen Einblicke, wie Menschen mit und ohne Handicap auf Bio-Betrieben in Baden-Württemberg in die unterschiedliche Arbeiten eingebunden werden können. 

In Gruppen wurde am Nachmittag gesammelt, welche Aufgaben und  Themen ein zukünftiges Netzwerk Baden-Württemberg bearbeiten könnte. Gemeinsamer Konsens war, sich zukünftig untereinander zu vernetzen und gemeinsam Maßnahmen zur Unterstützung der Sozialen Landwirtschaft zu entwickeln. Das nächste Treffen des neuen Netzwerkes wird voraussichtlich am 16.10.2013 stattfinden. Dazu sind all Menschen, Betriebe und Organisationen in Baden-Württemberg eingeladen, die landwirtschaftliche Arbeit mit sozialer und pädagogischer Arbeit verbinden bzw. sich dafür interessieren. 

Rundbrief

Der Rundbrief Soziale Landwirtschaft kann hier kostenlos bestellt werden.

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