Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten

Betriebskonzepte Sozialer Landwirtschaft

Einsteigerkurs in Witzenhausen beginnt im Herbst

Das Datum des Kursbeginns musste noch einmal um zwei Wochen verschoben werden. Die beiden Präsenzwochenenden in Witzenhausen werden nun am 8.-10. November 2019 und am 21.-23. Februar 2020) stattfinden. Die Zeit zwischen den beiden Präsenzwochenenden dient der Erarbeitung von Betriebskonzepten, die von Studierenden der Agrarwissenschaft begleitet werden.

Wer kann teilnehmen?
Der Kurs richtet sich bevorzugt an (maximal 15) LandwirtInnen als auch SozialarbeiterInnen, die ein eigenes Projekt der Sozialen Landwirtschaft planen und umsetzen wollen. Weiter können maximal 12 Studierende der Ökologischen Agrarwissenschaften der Uni Kassel den Kurs belegen, wenn sie bereits an dem im Wintersemester angebotenen Grundlagenkurs im Bachelorstudiengang teilgenommen haben; zusammen mit diesem Kurs wird ihnen die Veranstaltung dann als Wahlpflichtmodul anerkannt. Die Studierenden unterstützen die teilnehmenden PraktikerInnen bei der Erarbeitung ihres eigenen Betriebskonzepts und erbringen über die Anfertigung einer Hausarbeit ihre Studienleistung.

Kosten
Wir hoffen auf die Bewilligung eines Förderantrags und haben die Teilnahmegebühr gesenkt. Die Kostenbeteiligung beträgt für KursteilnehmerInnen 300 € und für Studierende 80 €. Hinzu kommen Kosten für Übernachtung und Verpflegung.

Bewerbung: LandwirtInnen und SozialarbeiterInnen, die ein eigenes Projekt der Sozialen Landwirtschaft planen und umsetzen wollen, bewerben sich bitte formlos per E-Mail. Die Bewerbung soll enthalten: Kontaktdaten, Geburtsdatum, Angaben zu Ausbildungshintergrund und praktischer Tätigkeit, Grund für die Teilnahme/Beschreibung des eigenen Projekts (max. 2 Seiten). Die Bewerbung ist ab sofort und bis zum 31. Oktober 2019 möglich.

Für Studierende der Ökologischen Landwirtschaft ist eine Teilnahme als Vertiefungskurs zusammen mit den PraktikerInnen möglich, die sie bei der Ausgestaltung von Betriebskonzepten zur Sozialen Landwirtschaft begleiten. Die Ausarbeitung eines Betriebskonzepts dient als anschließende Hausarbeit als Prüfungsleistung. Die Eigenbeteiligung beträgt 80 €. Der Vertiefungskurs wird dieses Semester erstmals angeboten; Studierende, die am Wahlfach Soziale Landwirtschaft in Witzenhausen teilgenommen haben, melden ihr Interesse ebenfalls per E-Mail an. TeilnehmerInnen der letztjährigen Grundkurse haben Vorrang. Eine Vorbesprechung mit weiteren Informationen findet bei der Auftaktvorlesung des Wahlfachs Soziale Landwirtschaft am Donnerstag, 24.10.2019 um 16:15 am statt!

Kontakt: Dr. Thomas van Elsen, PETRARCA e.V., Thomas.vanElsen@petrarca.info, Tel. 05542-981655.

Berufsbegleitende Weiterbildung zur tiergestützten Intervention auf dem Bauernhof

Zwei Herzblutbäuerinnen geben ihr Wissen zum tiergestützten Arbeiten mit Kuh und Co preis und vermitteln, wie auch andere Bäuerinnen ihre Tiere als besondere Mitarbeiter wertvoll einsetzen können.

Bauernhoftiere sind pädagogische Naturtalente. Mit ihnen können Bäuerinnen, Pädagoginnen oder Therapeutinnen genauso gut tiergestützt arbeiten wie mit Hund oder Pferd. Wer sich mit ihnen im Team für Menschen engagiert, erfährt immateriellen Reichtum und kann sich gewinnbringend ausrichten. Egal ob Schaf, Schwein, Kuh oder Huhn – sie alle unterstützen uns auf ihre Art beim Lernen und im Persönlichkeitswachstum. Gut ausgebildet und richtig angeleitet können Bauernhoftiere das emotionale Befinden von Menschen verbessern und ihre sozialen, motorischen und kognitiven Fähigkeiten fördern. Dabei bringt jede Bauernhoftierart besondere Kompetenzen für die tiergestützte Arbeit und die Förderung von Menschen mit unterschiedlichem Unterstützungsbedarf mit. Wie das optimal gelingt, vermitteln zwei Vollblutprofis in einer einjährigen berufsbegleitenden Weiterbildung: die bundesweit tätige Ausbilderin für Bauernhofpädagogik Christine Hamester-Koch und die Pionierin für Tiergestützte Intervention mit Bauernhoftieren Andrea Göhring. Die Teilnehmerinnen lernen in aufeinander aufbauenden Modulen theoretische und praktische Grundlagen des tiergestützten Arbeitens, Stärken und Einsatzmöglichkeiten aller Bauernhoftierarten sowie die Ausbildung der Tiere kennen. Außerdem erhalten sie zahlreiche Arbeitsbeispiele und Tipps von der Praxis für die Praxis. Das Referententeam möchte gemeinsam mit jeder Teilnehmerin ein individuelles, tragfähiges und unverwechselbares Konzept für den eigenen Hof entwickeln oder sie befähigen, sich mit einer einzigartigen Ausrichtung selbständig zu machen.

Anmeldung:

Interessiert? Sprechen Sie uns an oder schicken Sie gleich ein Motivationsschreiben mit Bild, Lebenslauf und Erfahrungshintergrund, gemeinsam mit dem unterschriebenen Anmeldeformular an folgende Adresse:

Ellernhof Natur und Business Akademie GmbH & Co.KG, Christine Hamester-Koch, Am Hamberg 20, 21368 Ellringen oder per E-Mail an: anmeldungellernhof.de, Stichwort: tiergestützte Intervention mit Bauernhoftieren

Das Anmeldeformular & Rahmenbedingen, sowie die Kursinhalte sind hier zu finden.

Weitere Informationen unter: www.bauernhoftiere-bewegen-menschen.de und www.ellerhof

 



Bayern: Betriebszweigseminar Soziale Landwirtschaft

22. Januar bis 11. November 2020

Nächstes Jahr im Januar startet das zweite Betriebszweigseminar „Soziale Landwirtschaft und ich! Das soll gelingen!“

Für die Teilnahme am Seminar ab Januar 2020 ist das zweitägige Seminar „Innovativer Unternehmer werden und sein“ vorab erforderlich und sehr sinnvoll. Dieses wird in (fast) allen Regierungsbezirken angeboten

Anmeldung jederzeit möglich unter www.weiterbildung.bayern.de.

Kontakt: Kerstin Rose, Beraterin für Soziale Landwirtschaft/AELF Passau, Bildungshaus Landvolkshochschule St. Gunther e. V., Hengersberger Straße 10 - 94557 Niederalteich



Weiterbildung Soziale Landwirtschaft in Eberswalde

Die berufsbegleitende Weiterbildung zur Sozialen Landwirtschaft an der Hochschule für nachhaltige Entwicklung in Eberswalde (HNEE) wird weiter angeboten!

Nachdem das ab September 2018 geplant gewesene Modul aufgrund zu weniger Anmeldungen nicht stattfand, nachdem – anders als die Pilotphase – der Kurs nunmehr kostenpflichtig ist, bleibt das Weiterbildungsangebot dennoch bestehen! „Termine werde festgelegt, wenn die kritische Zahl an Interessent*innen überschritten ist“, betonte Prof. Dr. Anna Maria Häring von der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde auf unsere Meldung im letzten Rundbrief.

Weitere Informationen: www.weiterbildung-soziale-landwirtschaft.de

Ansprechpartner an der HNEE ist Martin Nobelmann       
(Tel. 03334-657358, martin.nobelmannhnee.de).

Handlungspädagogik

Weitere Infos zum Thema Handlungspädagogik gibt es hier.

Hof Hauser-Seminare für Handlungspädagogik

Zweiter Kurs 2020-2022: Zwölf Wochenenden auf dem Hof Hauser in Wolfhagen bei Kassel    

Die Erziehung freier Menschen, die Entwicklung der Erde, Pflanzen und Tiere als Grundlage einer pädagogischen Landschaft. Handgeschick und Freiheit

Es geht um die Erziehung freier Menschen - und das von Anfang an! Jeder Versuch zu begründen, wie man einen Menschen erst durch Erziehung zur Freiheit führen will endet im Widerspruch, legitimiert aber methodische Zugriffe auf das Kind. Handlungspädagogik hingegen richtet sein methodisches Interesse auf den Umkreis. Es geht um eine besondere Art der Erziehung der Erde, der Pflanzen und der Tiere. Und es geht dabei um den Einsatz der Handarbeit und das Üben der Geschicklichkeit. In der Zukunft wird eine Bildung der geschickten Handlungs- und Arbeitsfähigkeit für ein aktives selbständiges, sinngebendes und schöpferisches Verhältnis zur Welt ausschlaggebend sein. Das bedeutet, Keime zu legen für Fähigkeiten zur Krisenbewältigung, was z.B. bedeutet, gegenüber den immer stärker unser Leben beeinflussenden elektronischen Informations- und Fertigungstechnologien ein eigenständiges Urteilsvermögen und die eigene Handlungskompetenz für den Umgang mit diesen Technologien zu behalten.

Persönlichkeit

Der Mensch kann einen neuen aufmerksameren und verantwortlichen Zugang zur Welt bekommen, wenn er zu den Phänomenen wie zu einer Persönlichkeit in Beziehung tritt. Dann wird ihm offenbar, daß jede Wirklichkeit ideendurchdrungen ist. Das betrifft alle Naturreiche und auch die Begegnung mit dem Kind. Jeder Mensch hat von Anfang an seinen biographischen Entwurf. Dessen Verwirklichung geschieht in der tätigen aktiven Beziehungsaufnahme zur Welt. Wir nennen das Erfahrung. Erziehung bedeutet dann, einen reichen Erfahrungsraum bereit zu stellen, in dem man initiativ werden kann! Das ist eine „Pädagogische Landschaft“ und damit das Gegenteil von Bildschirmen oder Schule, wo man im Sitzen über die Welt „draußen“ unterrichtet wird, ohne irgendeine Erfahrung machen zu können.

Bildung als Unternehmung

Freie Bildungseinrichtungen, die sich als Unternehmungen des Geisteslebens verstehen, folgen keinem fremdbestimmten Plan! In der „Pädagogischen Landschaft“ der Handlungspädagogik arbeiten erwachsene Menschen sinnvoll und in Eigeninitiative zusammen. Der ökologische biologisch-dynamische Landbau ist dazu die vollständigste Umgebung, die man im Moment finden kann. Zu diesen Höfen können Bildungseinrichtungen langfristige Beziehungen aufnehmen.

Der Landbau als ökologischer Bildungsort

Solche Bauernhöfe sind im Idealfall Kulturorte, in denen die wechselseitigen Beziehungen zwischen Landschaft, Klima, Böden, Pflanzen und Tieren, sowie der Bezug des Ganzen zur menschlichen Arbeit sichtbar und erfahrbar sind. Diese Höfe sind im Sinne von Goethes Bildungsidee noch relativ „vollständige Umgebungen“, weil sie aus der menschlichen Arbeit heraus als ganzheitlicher ökologischer Sinnzusammenhang geschaffen werden. Diese vielgestaltigen Höfe gehen jedoch in der ökonomisierten Gesellschaft zugrunde. Ihre besondere Aufgabe und Möglichkeit, neben der Erzeugung von Lebensmitteln auch Landschaften, Böden, Pflanzen und Tiere in ihren Wechselbeziehungen für die Zukunft nicht nur nachhaltig zu nutzen, sondern auch weiter zu entwickeln und zu verwandeln, geht damit verloren. Ein bewusst neu gegriffener Bezug zwischen einem Hof und einer Schule, einem Hort oder Kindergarten kann auch neue Perspektiven eröffnen, um solidarische Kooperationen und freie Handlungsräume zwischen Lebensmittelerzeugern und Konsumenten zu schaffen (Solidarische Landwirtschaft) und Freiräume zu schaffen, um die menschliche Entwicklungsaufgabe an der Natur wieder stärker zu ergreifen.

Wen wir ansprechen

Der Kurs wendet sich an tätige Pädagogen, Lehrer/innen, Hortner/innen und Erzieher/innen und an Landwirte/innen, Gärtner/innen und Handwerker/innen, die sich in ihrem Arbeitsfeld die Weiterbildung des Menschen, der Arbeit und der Natur vorgenommen haben. Für Pädagogen bedeutet das die handwerkliche Erweiterung ihres Kanons von Fähigkeiten bis in die Tierbegegnung. Für im Landbau Tätige und Handwerker bedeutet es, sich den besonderen pädagogischen und kultivierenden Wert des Handwerks und der Arbeitsgesten zu erschließen und sich die pädagogische Wirksamkeit der Arbeitsströme ins Bewußtsein zu heben.

Unser Ziel

Es gilt, Interesse und gegenseitiges Verständnis für die unterschiedlichen Kräfte zu entwickeln, die im Schullalltag oder in einen Hoforganismus leben. Durch Handlungspädagogik erschließt sich für Erzieher/innen und Lehrer/innen das praktische handgreifliche Leben, und für Landwirt/innen und Gärtner/innen wird die erzieherische Dimension ihrer Kulturarbeit deutlicher. Es geht in dem auf drei Jahre angelegten Kurs um die Veranlagung von Fähigkeiten der inneren und äußeren Substanzverwandlung, damit man weiterhin mit Tieren oder Bäumen oder Böden an seinem Wirkungsort so arbeiten kann, dass der Impuls der Handlungspädagogik weiter trägt.

Kursaufbau

Die Kurse beinhalten Übungen zur Landschafts-, Pflanzen- und Tierwahrnehmung, durchgehend und wiederholend praktische Übungen in verschiedenen handwerklichen Bereichen wie z.B. dem Umgang mit Sense, Spaten, Heureutern und Laubheu. Umgang und Zusammenarbeit mit den Tieren, die Belebung der Jahresfeste und der alten „Brauchtumsfeuer“ und Umgang mit Asche sind weitere Arbeitsgebiete. Über die Mythen und Märchen z.B. über die Asche, die Elemente, den Wald, die Tiere können vertiefende Zugänge zu den Themen gesucht und gefunden werden. Denkanstöße zu den historischen, ökologischen und philosophischen Dimensionen der Handlungspädagogik, zur Anthropologie und Anthroposophie Rudolf Steiners, zu einer Tier- und Pflanzenwesenskunde dienen der Bewegung des Denkens und der Umwendung „alter“ Begriffe . Der innere Aufbau der Kurse über drei Jahre folgt den Naturreichen von der Erde über die Pflanzen zu den Tieren.

Termine

Offene Tagung + Vortreffen: Hof Hauser Tagung am 5.- 7 Juni 2020

Der ersten beiden Termine der Fortbildung: 11. - 13..September 2020, 6. - 8. November 2020

Kursleiter

Nicole Lillie, Peter Guttenhöfer, Manfred Schulze, Thomas van Elsen und ggf. Gastdozenten

Kosten und Fortsetzung

Kosten: 770,- Euro für ein Jahr mit vier Wochenenden (Freitag 16.00 Uhr bis Sonntag 13.00 Uhr und Mittagessen) Zusätzliche Kosten für Verpflegung und Unterkunft. Günstige Quartiere können vermittelt werden. Der Kurs ist auf drei Jahre angelegt und wird bei genügender Nachfrage bis 2022 gehen.

Wie man uns erreicht...

Es gibt gute Zugverbindungen vom ICE-Bahnhof Kassel-Wilhelmshöhe und vom Hauptbahnhof nach Wolfhagen und dann.... sieben Minuten Fußweg vom Bahnhof Wolfhagen zum Hof Hauser

Mit dem Auto über die A44 Kassel-Dortmund; dann noch ca. 10 km bis Wolfhagen Weitere Informationen auf der Seite: handlungspaedagogik.org

Anmeldung unter hofhauserweb.de Betreff: 2.Kurs

Anschrift: Hof Hauser e.V. Langelmühle 34466 Wolfhagen, Tel: 05692 – 1635

Ansprechpartnerin: Nicole Lillie


Lehrveranstaltungen am FB 11 Ökologische Agrarwissenschaften an der Universität Kassel/Witzenhausen

Im Wintersemester wird das Wahlfach "Soziale Landwirtschaft" angeboten.

Rundbrief

Der Rundbrief Soziale Landwirtschaft kann hier kostenlos bestellt werden.

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