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Social Farming
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Good Seed Tagung 2014, Witzenhausen

Europäische Netzwerkarbeit in der Sozialen Landwirtschaft - Erfahrungen aus Italien, Portugal und Tschechien

Public Conference: "European Networking in Social Farming - Experiences from Italy, Portugal and the Czech Republic"

Wann? Mittwoch, 10. September 2014, 14:00 - 17:00 Uhr
Wo? "Kleine Aula", FB 11 - Ökologische Agrarwissenschaften der Universität Kassel, Witzenhausen 
Tagungssprache: Englisch
 

Soziale Landwirtschaft in Europa: Was können wir von unseren Nachbarn lernen? Das war die Ausgangsfrage einer kleinen internationalen Tagung am Fachbereich Ökologische Agrarwissenschaften der Universität Kassel un Witzenhausen, zu der eingeladen wurde. Im Rahmen des EU-Mobility-Projekts The Good Seed kamen Partner aus Italien, Portugal und Tschechien nach Deutschland, um vier Tage land Eindrücke von Sozialer Landwirtschaft in Deutschland zu sammeln. Den Auftakt bildete eine Vorstellung der Sozialen Landwirtschaft in ihren Ländern im Rahmen der Tagung.

In Italien hat Soziale Landwirtschaft eine lange Tradition. Ausgehend von einer Bewegung ähnlich der deutschen "68er-Bewegung" gründeten sich in Italien viele Landkommunen, die - nach der politisch gewollten Auflösung von psychiatrischen Kliniken - Menschen mit Betreuungsbedarf integrierten. Daraus hat sich eine Vielfalt sozial orientierter Höfe entwickelt, die entweder rein therapeutischen Zielen nachgehen oder aber produktive Landwirtschaft betreiben. Gefördert wird die Entwicklung durch die Ökolandbauorganisation AIAB, die durch zahlreiche Projekte das soziale Engagement von Biobetrieben fördert (www.aiab.it). Auf der Tagung berichtete Sara Montoli (AIAB Liguria, Genua) davon. - Auch in Italien steht xoziale Landwirtschaft unter wirtschaftlichem Druck. Als italienweit agierende Vertretung der sozialen Landwirtschaft hat sich das "Forum Nazionale" gegründet (www.forumagricolturasociale.it). Sein Büro befindet sich auf einem der ältesten sozialen Kooperativen Italiens in der Nähe von Rom (www.capodarcoroma.it/). Ilaria Signorielle berichtete über die Netzwerkarbeit. Außerdem war eine Reihe italienischer Landwirte bei der Tagung dabei.

Inês Guimarães aus Portugal arbeitet bei CERCICA, einer großen Einrichtung in der Nähe von Lissabon, die verschiedene Menschen mit Betreuungsbedarf integriert und u.a. Zierpflanzen anbaut (www.cercica.pt). In Portugal gibt es eine Reihe weiterer innovativer Projekte in der Sozialen Landwirtschaft. Weitere Vertreterin auf der Tagung war Margarida Domingues, Ökolandwirtin einer Einrichtung mit Betreuten in Coimbra (APCC)

Vašek Staněk  aus Tschechien arbeitet mir Arbeitspferden und integriert in seine Aktivitäten Menschen mit Betreuungsbedarf (www.chmelistna.cz). Er wurde von Landwirten begleitet und gab einen Einblick in die Soziale Landwirtschaft Tschechiens. Auch hier ist inzwischen eine landesweite Vernetzung der Initiativen zur Sozialen Landwirtschaft im Gang, die durch das EU-Projekt MAIE gefördert werde  

Einleitend wurde auf der Tagung ein Überblick über Fragestellungen und Ergebnisse verschiedener EU-Projekte zur Sozialen Landwirtschaft gegeben. Es folgten Präsentationen aus Portugal, Italien und Tschechien. Im Anschluss gab es eine offene Gesprächsrunde mit den TagungsteilnehmerInnen.

 

 Das Tagungsprogramm ist im 16. Rundbrief, Seite 4, zu finden.

 

                                                                 

                                                                                                          

 

 

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 13. Januar 2015 um 10:56 Uhr