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Social Farming
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Hofgut Richerode

Landwirtschaft mit Menschen mit Behinderung

Steckbrief / Kontakt / Einrichtung / Hofgut / Finanzierung

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Steckbrief

Art der Klientel: Menschen mit Behinderungen
vom Alter der Berufsausbildung (Berufsförderung) bis zum Rentenalter; WfbM im Sinne von SGB IX Paragraph 136
 
Form der Einrichtung: „Hephata Hessisches Diakoniezentrum“ (Evangelische Kirche);
eingetragener Verein mit Sitz in Schwalmstadt-Treysa  und Mitglied im „Diakonischen Werk Kurhessen-Waldeck“ (HEPHATA DIAKONIE o.J. a)
Werkstatt für Menschen mit Behinderungen (WfbM);
190 Mitarbeiter im Rahmen der Werkstatt für behinderte Menschen, 10 Integrationsarbeitsplätze, 40 Mitarbeiter mit anleitenden Aufgaben 
 
Lage: Fünf Höfe gehören zu den Hephata- Landwirtschaften:
Hofgut Richerode (außerhalb der Kleinstadt Jesberg an der B3 zwischen Kassel und Marburg nähe Fritzlar; Schwalm-Eder-Kreis) Batzenmühle in Homberg- Wernswig, Herzberghaus in Breitenbach- Oberjossa, Gut Halbersdorf in Spangenberg, Hühnerhof Leuderode (Knüll). Alle Höfe liegen im Bundesland Hessen.
 
Größe: Landwirtschaftliche genutzte Fläche: 248 Hektar,
davon Ackerfläche: 117 Hektar; Dauergrünland: 131 Hektar; Bioland Verband seit 1992
 
Betriebsschwerpunkte: Ackerbau (Getreide), Kartoffeln und Kartoffelveredelung
Tierhaltung: 28 Zuchtsauen, 320 Mastschweine, 46 Mutterkühe, 42 Mastbullen, 300 Mastgänse in Hütehaltung, 2000 Legehennen
Hofladen und Verkaufsstelle in Jesberg, Großhändler, Wochenmärkte, Eigenverbrauch
Gärtnerei: Gemüseanbau, Kräuterverpackung für „Berglandkräuter“

Kontakt

Hephata Hessisches Diakoniezentrum e.V., Hephata Diakonie (Webseite hier)
Sachsenhäuser Straße 24, 34613 Schwalmstadt-Treysa, Tel: 0 66 9118 – 0, Email: sekretariat.goebel-braun[at]hephata.com; 
Ansprechpartner Landwirtschaft: Frank Radu, Frank.Radu[at]hephata.com
 

Die Einrichtung

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Hephata Hessisches Diakoniezentrum e.V. betreibt Einrichtungen in den Regionen Nord- und Oberhessens sowie in Thüringen. Hephata macht es sich zur Aufgabe, behinderten, sozial oder seelisch geschädigten Menschen zu helfen sowie Fachkräfte für diese Arbeitsfelder auszubilden. Im Bereich der Behindertenhilfe unterhält Hephata zahlreiche Werkstätten. Bereiche davon sind die Biologische Landwirtschaft und Verarbeitungsbetriebe, aufgeteilt auf fünf  verschiedenen Höfen, wo mehr als 200 Menschen mit Behinderung Arbeit finden. Die Mitarbeiter sind je nach ihren Fähigkeiten und Neigungen in unterschiedlichen Arbeitsfeldern tätig. 

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Das Hofgut

Das Hofgut Richerode ist einer der landwirtschaftlichen Betriebe von Hephata. Fast alle Mitarbeiter verfügen über eine sonderpädagogische Zusatzausbildung. Das Betreuungsverhältnis liegt etwa bei sechs Betreuten auf einen Mitarbeiter. Auf dem Hofgut arbeiten 80 geistig Behinderte, die Hälfte davon lebt in den Wohnhäusern, andere im „Betreuten Wohnen“. Es gibt vier Arbeitsbereiche: Hauswirtschaft, Kartoffelschälbetrieb, Gärtnerei sowie die Landwirtschaft mit Tierhaltung, Landbewirtschaftung und Landschaftspflege. richerode_3.jpgBetreuer und Betreute haben feste Arbeitsbereiche, für die sie verantwortlich sind. Neben der Arbeit wird viel Wert auf die Bildungsmaßnahme gelegt. Dort werden verschiedene Themen bearbeitet, die den Betreuten helfen soll, selbstständiger zu werden oder die der Entspannung und kreativen Entfaltung dienen. Der Betriebsleiter des Hofgutes ist sehr bemüht, eine „runde Landwirtschaft“ zu etablieren, in der Menschen, Arbeitsumfeld und Produkte zueinander passen. „Einen Vorteil finde ich wirklich, dass die Beschäftigten da auch rein wachsen können, mit der Betriebsentwicklung.“  „Was uns auszeichnet (…) ist, dass einer zum Teil zumindest, der neu hierher kommt, sein Arbeitsfeld hier auch selber gestalten kann ...“

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Finanzierung

richerode_4.jpgDer größte Teil von Hephata wird durch Leistungsentgelte finanziert, d.h. über die vereinbarten Tagespflegesätze und Betreuungsgelder der zuständigen Institutionen. Problematisch ist die Kostendämpfung im Sozialbereich. Ein sehr geringer Teil besteht aus Spenden, der in Zukunft aber immer wichtiger werden wird. Das Hofgut Richerode erbringt 85 % des Einkommens aus Leistungsentgelt und 15 % aus der landwirtschaftlichen Produktion.

 

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Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 11. Januar 2015 um 16:42 Uhr